Marketing in kleinen und mittleren Unternehmen – Stand der Dinge

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Kleine und mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Um den langfristigen Erfolg dieser Unternehmen zu sichern, ist es notwendig, Kunden zu gewinnen und zufrieden zu stellen. Dafür bedarf es eines gut geplanten und zielgerichtet eingesetzten Marketings. Doch aktuelle Studien kommen zu dem Schluss, dass Marketing zu den unbeliebteren Aufgaben im deutschen KMU-Umfeld gehört. Kleinere Unternehmen sind oft Experten auf ihrem Gebiet, doch wenn es ums Marketing geht, besteht Nachholbedarf.

Ungenutztes Potenzial bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

Für erfolgreiches Marketing gibt es keine Patentlösung und vor allem kleinere Unternehmen stehen im Bezug auf ihr Marketing vor größeren Herausforderungen. Zum einen beansprucht die Marketingarbeit zeitliche und finanzielle Ressourcen, die in kleineren Unternehmen ohnehin knapp sind. Zum anderen befindet sich das Marketing heutzutage in einem stetigen Wandel. Um hier nicht den Überblick zu verlieren und erfolgsversprechende Marketingarbeit zu leisten, fehlt oft die nötige Kompetenz, besonders wenn es um digitale Marketingaktivitäten geht. Trotzdem übernehmen die meisten kleineren Unternehmen ihre Marketingaufgaben selbst - Marketing ist und bleibt Chefsache.
In der Praxis führt dies dazu, dass sich Marketingverantwortliche auf zu viele Dinge gleichzeitig fokussieren müssen und wichtige Aufgaben oftmals aufgeschoben oder übersehen werden. Dadurch bleiben Chancen und Potenziale häufig ungenutzt und die Reaktion auf Veränderungen erfolgt zu spät.

Digitalisierung - Herausforderungen und Chancen gleichermaßen

Doch der technologische Wandel bringt nicht nur Herausforderungen, sondern auch einige Chancen mit sich. Durch digitales Marketing haben heute auch die kleinsten Unternehmen die Möglichkeiten, die früher nur Konzernen zur Verfügung standen. Mithilfe der sozialen Netzwerke können sie mit geringem Aufwand Interessenten auf der ganzen Welt erreichen und haben dabei sogar den Vorteil, eher einen authentischen Dialog mit ihren Kunden zu führen, als dies Konzerne können. Hier kann eine Positionierung vor allem durch persönliche Kundenbeziehungen und schnellere Reaktionszeiten erfolgen.
Gerade für kleine Unternehmen ist es wichtig, das überschaubare Budget so effizient wie möglich einzusetzen, Streuverluste zu vermeiden und den Erfolg ihrer Aktivitäten genau zu kontrollieren. Digitale Marketinginstrumente bieten gegenüber den klassischen Instrumenten eine höhere Präzision, sie sind kosteneffizienter und deutlich besser messbar.

Externe Dienstleister können helfen

Die in der einschlägigen Literatur zu findenden Ansätze und Theorien zum Marketing sind fast ausnahmslos auf größere Unternehmen und Konzerne zugeschnitten und nicht ohne weiteres auf kleinere Unternehmen und ihre besonderen Bedürfnisse übertragbar, denn diese brauchen ein prakmatisches Marketing, abseits von betriebswirtschaftlichen Theorien.
In der Praxis ist es daher wichtig, Defizite sowie Berührungsängste ab- und Kompetenzen aufzubauen. Die Möglichkeit des Outsourcings an externe Dienstleister bringt nicht nur Expertise ins Unternehmen, sondern spart auch Zeit und schafft wichtige Kapazitäten, um sich auf das Kerngeschäft zu fokussieren. Um kostspielige Fehler zu vermeiden, ist es wichtig, von der Konkurrenz zu lernen. Das Rad muss gerade im Marketing nicht neu erfunden werden, vielmehr geht es darum herauszufinden, wie bei der Konkurrenz Kunden gewonnen werden und welche Marketingmaßnahmen funktionieren.

Fazit

Letztendlich kann erfolgreiches Marketing auf die Zahlen und Ergebnisse reduziert werden. Marketingaktivitäten, die nicht zu messbaren Verbesserungen führen, sollten eingestellt werden. Hier ist es nötig, aufbauend auf den eigenen Zielen Kennzahlen zu entwickeln und das eigene Marketing danach zu bewerten.
Abschließend soll gesagt sein, dass sich besonders kleinere Unternehmen nicht entmutigen lassen dürfen. Es ist wichtig, sich nicht gleich am Anfang in Details zu verlieren, sondern vielmehr erst einmal anzufangen und Wert auf kontinuierliche Verbesserung zu legen.